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Für mehr blühende Vielfalt:
Umwandlung von 7 Flächen im Stadtgebiet Niederstotzingen hat begonnen

In der letzten Augustwoche wurden die im Rahmen des NABU-Projekts „Natur nah dran“ ausgewählten Flächen im Stadtgebiet Niederstotzingen vorbereitet, die in blühende Blumenwiesen und Wildstaudenflächen umgewandelt werden. Das bedeutet, dass sie zum Teil ausgebaggert und mit einem Gemisch aus Schotter und Kompost wieder aufgefüllt wurden. Dies ist nötig, damit die Wildblumen und Wildstauden dort gedeihen können – sie benötigen einen sehr mageren Boden, um wachsen zu können. „Die Flächen sehen für ein paar Wochen natürlich zunächst recht grau aus oder werden sogar mit einem neuen Parkplatz verwechselt. Doch keine Bange: schon im nächsten Jahr blühen hier die ersten Wildpflanzen für Tiere wie Mauerbienen, Stieglitze oder Schachbrettfalter“, erklärt NABU-Projektleiter Martin Klatt. „Es braucht jetzt etwas Geduld, aber in den nächsten ein bis zwei Jahren werden sich die Flächen immer mehr zu wertvollen und langjährigen Lebensräumen entwickeln.“

Ein weiterer Grund für den teilweisen Bodenaustausch ist, dass so die im Boden schlummernden Samen von weniger erwünschten und sich schnell ausbreitenden Pflanzen wie Melde, Knöterich oder Weißklee entfernt werden. An manchen Standorten kann die Erde auch an Ort und Stelle belassen oder nur umgegraben und dann mit Wildpflanzen bestückt werden. Die mit „Natur nah dran“ durchgeführten Maßnahmen sind individuell auf die Gegebenheiten vor Ort angepasst. Die Stadtverwaltung Niederstotzingen hat mit Hilfe von „Die Naturgartenplaner“ aus Regensburg ein geeignetes Konzept erarbeitet, das nun umgesetzt wird.

Die „Natur nah dran“-Flächen sind übrigens nicht mit den Schottergärten zu verwechseln, die für Insekten und Vögel nutzlos sind. Zwar kommt in einige Projekt-Flächen ebenfalls grobes Material, aber auch ein Feinanteil mit verschiedenen Korngrößen, ergänzt durch Grünschnittkompost. So können Wildpflanzen und -stauden gedeihen, die in einem Schottergarten kaum eine Überlebenschance hätten.

Im weiteren Verlauf werden die Flächen mit den jeweils passenden Arten bepflanzt. Die kommunalen Bediensteten erhalten dazu auch praktische Hinweise im Rahmen von Workshops mit einem Naturgärtner und dem NABU zur Anlage und Pflege der naturnahen Flächen.

Folgende Flächen werden im Stadtgebiet Niederstotzingen mit „Natur nah dran“ umgewandelten:

1. Hinter dem Rathaus Niederstotzingen
2. Kreisel Ortsausgang Niederstotzingen Richtung Sontheim
3. Wiesenfläche Staufenstraße (beim Fußweg)
4. Wiesenfläche vor Grundschule Niederstotzingen
5. Wiesenfläche Im Lerchenbühl (beim Fußweg Richtung Neuffenstraße)
6. Oberstotzinger Straße beidseitig

An diesen Grünflächen werden vorübergehend Schilder aufgestellt. Später werden diese durch feste Infotafeln ersetzt, die auf die wertvollen Lebensräume für die biologische Vielfalt hinweisen.

Staufenstraße für mehr blühende Vielfalt (Foto: Stadtarchiv) Bauarbeiten Staufenstraße (Foto: Stadtarchiv)

Bild: Bauarbeiten für mehr blühende Vielfalt: Staufenstraße

Bauarbeiten Kreisel Richtung Sontheim (Foto: Stadtarchiv) Bauarbeiten Oberstotzinger Straße (Foto: Stadtarchiv)
Bild: Bauarbeiten für mehr blühende Vielfalt: Kreisel Ortsausgang Richtung Sontheim Bild: Bauarbeiten für mehr blühende Vielfalt: Kreisel Ortsausgang Richtung Sontheim