Stadtnachricht

Eingemeindung von Oberstotzingen, Stetten und Lontal mit Reuendorf jährt sich zum 50. Mal


„Ich – Du – Wir sind die Stadt“

Dieses Motto begleitete die 650-Jahr-Feierlichkeiten im Jahre 2016 und es war gut gewählt. Denn es rückt die Menschen, die hier leben und miteinander wirken in den Mittelpunkt der Betrachtung, ohne dabei die Besonderheiten der Bürgerinnen und Bürger und der Stadtteile, aus denen sie kommen zu verkennen. Es geht darum, die Individualitäten wahrzunehmen und zu schätzen, aber gleichzeitig das Gemeinsame in unserer Stadt Niederstotzingen hervorzuheben und zu bewahren.

Eine wichtige und wertvolle Aufgabe, die spätestens im Jahr 1972 in den Mittelpunkt der Betrachtung rückte. Mit den vom Land des damaligen Regierungspräsidiums Nordwürttemberg mit Rechtskraft zum 1. März 1972 genehmigten Eingemeindungsverträgen und dem Votum der Einwohnerinnen und Einwohner von Lontal am 11. Juni 1972 kam es zu den freiwilligen Eingemeindungen von Oberstotzingen, Stetten und Lontal mit Reuendorf. Damit erhielt die Stadt Niederstotzingen ihr heutiges Profil, ohne jedoch die jeweiligen Identitäten und Besonderheiten der Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Stadtteile aufzugeben. In den vergangenen 50 Jahren konnten viele Ziele erreicht werden, die innerhalb der Eingemeindungsverträge vereinbart wurden. Sei es bei der Schaffung von Baugebieten, der Schaffung öffentlicher Einrichtungen und Infrastruktur oder bei sonstigen Projekten. Und gerade im ersten Jahrzehnt nach Abschluss der Eingemeindungsvereinbarung wurden verschiedene Vorhaben innerhalb der jeweiligen Stadtteile im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge verwirklicht.

Diese Entwicklung hält bis heute an und wird auch in Zukunft fortgeführt. Den vielfältigen Herausforderungen der heutigen Zeit kann nur im engen Schulterschluss aller Stadtteile und nur als Gesamtheit aller Bürgerinnen und Bürger begegnet werden. Das öffentliche Leben in unserer Stadt wurde in der Vergangenheit und wird auch in der Zukunft von den Menschen geprägt, die hier leben und sich zusammenfinden, um sich für die Gemeinschaft in unserer Stadt einzusetzen. Sei es im Beruf, im familiären Umfeld oder ihm Ehrenamt. Ihnen allen gebührt unser Dank. Die heutige Generation entscheidet genauso wie unserer Vorgängergeneration mit ihren Gedanken und mit ihrem Handeln darüber, in welchem Umfeld und mit welcher Qualität die Menschen heute und in Zukunft hier leben werden. Denn nicht nur die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen, sondern auch der schlimme Angriffskrieg auf die Ukraine zeigen, wie wichtig der Zusammenhalt zwischen den Menschen ist. Das „Brücken bauen“ beginnt auf der örtlichen Ebene zwischen den Menschen und auch zwischen den Stadtteilen, in denen sie leben. Ich bin der Meinung, dass die Menschen in der Stadt Niederstotzingen und in allen dazugehörigen Stadtteilen in den letzten 50 Jahren und darüber hinaus viel erreicht haben. Das ist ein gemeinsamer Verdienst, der anlässlich des 50-jährigen Jubi- läums der Eingemeindung hervorgehoben werden darf.

Nun ist es an uns, dass wir angesichts der besonderen Zeiten, in denen wir leben und die offensichtlich anders verlaufen als die letzten 70 Jahre, auch die kommenden 50 Jahre lebenswert gestalten. Bauen wir also auch weiterhin Brücken und gehen wir im engen Schulterschluss der Zukunft entgegen.

Ich – Du – Wir sind die Stadt. Wir sind Niederstotzingen, Oberstotzingen, Stetten und Lontal mit Reuendorf. Wir sind die Stadt Niederstotzingen. Alles Gute für die nächsten 50 Jahre!

Ihr

Marcus Bremer
Bürgermeister