© Bildarchiv Stadt Niederstotzingen

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Stadtnachricht

Staatsministerin Theresa Schopper zu Gast in Niederstotzingen


Anlässlich seines 80. Geburtstages haben Frau Gabriele und Herr Dr. Michael Rogowski dem Archäopark Vogelherd ein lebensgroßes Mammut gespendet, welches ausschließlich durch Familie Rogowski finanziert wurde.

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Den Auftrag zur Mammutproduktion erhielt die Firma Expo-Fauna aus Tussenhausen, welche seit 1975 naturkundliche Ausstellungen konzipiert, realisiert und verleiht. Nach mehreren Vor-Ort-Terminen, in denen das Aussehen und die Proportionen des Eiszeitgiganten festgelegt wurden, konnte das Tier im Juli vor Ort im Archäopark installiert werden. Im Rahmen der Eröffnung der diesjährigen Sonderausstellung „Der Vogelherd-Wildes Lonetal“, welche vom Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e.V. veranstaltet wird, ergab sich nun die Möglichkeit, das Wollhaarmammut der Öffentlichkeit zu übergeben.
Im Beisein von Frau Staatsministerin Theresa Schopper enthüllten das Ehepaar Gabriele und Dr. Michael Rogowski, Landrat Peter Polta, der Vorsitzende des Fördervereins Eiszeitkunst Hermann Mader und Bürgermeister Marcus Bremer das Mammut, welches sich bis zu diesem Zeitpunkt aufgrund der schieren Größe unter einem Fallschirm versteckt hielt.
 
Neben Worten des Dankes an Gabriele und Dr. Michael Rogowski und an den Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal e.V. machte Bürgermeister Marcus Bremer auf die besondere Situation der Stadt Niederstotzingen aufmerksam. Er gab zu Bedenken, dass es nicht richtig sei, dass eine kleine Stadt mit 4.750 Einwohnern ein Erbe für die Menschheit bewahre, die Finanzierung eines Besucher- und Informationszentrums im Welterbegebiet aber ausschließlich auf den Schultern der Bürgerinnen und Bürger der Standortgemeinde ruhe. Insofern sei ein Umdenken bei Land und Bund notwendig. Nicht nur die Investition müsse gefördert werden, um derartige Bildungseinrichtungen zu schaffen, sondern auch deren Unterhalt. Herr Bremer rief diesbezüglich die Staatsministerin und die Bundes- und Landtagsabgeordneten zu einem Schulterschluss mit der Stadt Niederstotzingen auf, um gemeinsam eine tragfähige Finanzierung sicherzustellen. Frau Staatsministerin Schopper sicherte ihre Unterstützung in dieser Angelegenheit zu. Man beschäftige sich mit der Situation in Niederstotzingen und sei für weitere Gespräche bereit.
Herr Bürgermeister Marcus Bremer dankte für die Grußworte und kündigte einen gemeinsamen Termin an.
 
Im Anschluss hatten die Gäste die Gelegenheit dazu, die Sonderausstellung in Kleingruppen zu bestaunen.
 
Seit dem 14. Juli 2020 ist die Sonderausstellung, welche sich insbesondere mit den Raubtieren des Lonetals vor 40.000 Jahren auseinandersetzt, für die Öffentlichkeit zugänglich. Anschließend kann das lebensgroße Wollhaarmammut im Park und das Originalfundstück in der Schatzkammer bestaunt werden.
Danach lädt der neue Wasserspielbereich Familien, Wanderer, Fahrradfahrer und Spaziergänger zum Verweilen vor traumhafter Kulisse ein.