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„Gemeinsam stark - Unsere sozialen Leistungserbringer stellen sich vor“
Ein Blick in unser Familienzentrum – Ein Ort zum wachsen
Gespräch mit Sandra Kotter vom Familienzentrum St. Anna
Interview geführt von Andrea Steiner, Quartierskoordinatorin Niederstotzingen
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von links: Sandra Kotter (Leitung), Andrea Steiner (Quartierskoordinatorin), Svenja Geyer (stellvertretende Leitung) |
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Wie sieht ein typischer Tag im Familienzentrum aus? Unser Familienzentrum öffnet morgens um 7:00 Uhr seine Türen für die Kindergarten- und Krippenkinder. Nach der Ankunft gehen die Kinder in ihre jeweiligen Gruppen. Um 8:30 Uhr starten wir gemeinsam mit einem Morgenkreis in den Tag - ein Ritual, das den Kindern Orientierung und Gemeinschaft bietet. Im Anschluss haben die Kinder die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen zu spielen oder zu vespern - z. B. in der Puppenecke, im Rollenspielbereich, im Traumzimmer, der Bauecke oder im Forscherzimmer. Gegen 11:00 Uhr (im Sommer oft schon früher) geht es nach draußen in den Garten. Unsere Ganztageskinder erhalten mittags eine warme Mahlzeit. Danach folgt eine Ruhephase, in der die Kinder schlafen, entspannen oder einfach zur Ruhe kommen. An zwei Nachmittagen pro Woche ist das Familienzentrum bis 16:30 Uhr geöffnet. An den anderen Tagen endet der Kindergartentag spätestens um 14:00 Uhr. Die Hortgruppe beginnt bereits um 6:30 Uhr. Gegen 8:15 Uhr verabschieden wir die Kinder in die Schule. Nach Schulschluss treffen sie sich wieder bei uns, essen gemeinsam zu Mittag und erledigen ihre Hausaufgaben. Der Nachmittag ist reserviert für Projekte, Freizeitangebote oder einfach für das, was die Kinder gerade brauchen. In den Schulferien bieten wir ebenfalls Betreuung an – oft mit Ausflügen oder intensiven Projektphasen. Unser Alltag ist geprägt von einem gemeinsamen Leitbild, das uns verbindet: Jedes Kind steht im Mittelpunkt unserer Arbeit, getragen von christlichen Werten wie Respekt, Gemeinschaft und Nächstenliebe. Jedes Teammitglied bringt seine individuellen Stärken ein, sodass wir auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Kinder eingehen können. Durch Kooperationen und Offenheit nach außen machen wir unsere Arbeit sichtbar und transparent. Welche Herausforderungen sehen Sie momentan in Ihrer Einrichtung? Eine der größten Herausforderungen ist derzeit der Fachkräftemangel. Qualifiziertes Personal zu finden, das unseren hohen Ansprüchen an eine liebevolle und professionelle Betreuung gerecht wird, ist nicht einfach. Offene Stellen können oft nur mit Verzögerung besetzt werden, was sich auf die Kontinuität und Qualität unserer Arbeit auswirkt. Zudem stellen uns gesellschaftliche Veränderungen und die individuellen Erwartungen von Eltern und Kindern vor neue Aufgaben. Die Bedürfnisse der Kinder sind so vielfältig wie ihre Persönlichkeiten - dies erfordert eine sehr flexible und individuelle Betreuung. Auch die Themen Integration und Inklusion gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unser Ziel ist es, jedem Kind gerecht zu werden und ein Umfeld zu schaffen, in dem es sich wohl und sicher entfalten kann. Dafür braucht es kontinuierliche Weiterentwicklung unserer pädagogischen Konzepte und zusätzliche Ressourcen. Unser Umgang mit diesen Herausforderungen Wir setzen auf: Starke Teamarbeit: Regelmäßige Besprechungen und ein offener Austausch helfen uns, gemeinsam Lösungen zu finden und voneinander zu lernen. Was sind die schönsten Momente in Ihrer täglichen Arbeit? Was mich täglich motiviert, sind die kleinen großen Erfolge: Wenn ein Kind am Ende des Tages mit einem strahlenden Lächeln nach Hause geht. Wenn es Fortschritte macht, Vertrauen fasst oder einfach ganz bei sich sein kann. Diese Momente zeigen mir, wie wertvoll unsere Arbeit ist. Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit den Eltern? Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns unerlässlich. Sie sind unsere wichtigsten Erziehungspartner. Vertrauen, Ehrlichkeit und ein offener Austausch bilden die Basis. Dafür nutzen wir:
Ziel ist immer: gemeinsam Lösungen zu finden - im Sinne des Kindes. Im Familienzentrum haben Sie eine Elternecke - Was steckt hinter der Idee? Unsere Elternecke ist mehr als nur ein Raum - sie ist ein Ort der Begegnung. Hier können Eltern:
So möchten wir ein Stück gelebte Gemeinschaft fördern - offen, unterstützend und herzlich.
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Herzlichen Dank, Frau Kotter, für das offene Gespräch und Ihren Einsatz für Kinder und Familien. Ihre Einblicke zeigen eindrucksvoll, mit wieviel Herzblut, Struktur und Teamgeist im Familienzentrum gearbeitet wird.