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„Gemeinsam stark - Unsere sozialen Leistungserbringer stellen sich vor“
Interview mit Frau Stenske - Pflege Engel Tagespflege, Niederstotzingen
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
unser Quartier lebt durch die vielfältigen Angebote und das Engagement der sozialen Einrichtungen und beratenden Menschen vor Ort. Heute im Gespräch mit Frau Stenske, Inhaberin der Tagespflege. Freuen Sie sich auf viele weitere Interviews.
Ihre Quartierskoordinatorin Andrea Steiner
Wie die Tagespflege Angehörige entlastet und den Alltag bereichert
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Frau Stenske, erzählen Sie uns bitte zunächst etwas über sich. Wie kamen Sie zur Pflege und was hat Sie zur Gründung der Tagespflege in Niederstotzingen bewogen? Ich bin gelernte Pflegefachfrau, Fachwirtin für Gesundheit uns Soziales und arbeite seit über 20 Jahren im sozialen Bereich. Die Arbeit mit älteren Menschen hat mich schon immer tief berührt. Mit der Gründung der Pflege Engel Tagespflege wollte ich einen Ort schaffen, an dem Senioren tagsüber bestens betreut werden – mit Herz, Respekt und einer familiären Atmosphäre. Gleichzeitig war es mir wichtig, pflegenden Angehörigen eine spürbare Entlastung zu ermöglichen. Was liegt Ihnen dabei persönlich besonders am Herzen? Jeder Mensch verdient Würde – egal in welchem Alter oder in welcher Lebenslage. Ich möchte, dass sich unsere Gäste bei uns wohl und angenommen fühlen. Oft sehen wir, wie Menschen in der Tagespflege wieder aufblühen, soziale Kontakte knüpfen, lachen, sich sicher fühlen - das ist unbezahlbar. Was genau bietet die Tagespflege an und wer kann das Angebot nutzen? Unsere Tagespflege richtet sich an Seniorinnen und Senioren mit Pflegegrad, die tagsüber nicht nur Unterstützung sondern auch Gesellschaft suchen. Unser Fahrdienst ist rollstuhlgerecht: Wir holen unsere Gäste, auch Rollstuhlfahrer, morgens ab und bringen sie am Nachmittag wieder nach Hause. Bei uns gibt es eine abwechslungsreiche Tagesstruktur mit gemeinsamen Mahlzeiten, Gymnastik, kreativen Angeboten, Spielen, Spaziergängen und natürlich auch viel Raum für Gespräche. Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus? Nach der Ankunft starten wir mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach folgt unser Aktivierungsprogramm - das kann Sitzgymnastik, Gedächtnistraining oder auch ein kreatives Angebot sein. Nach dem Mittagessen gibt es die Möglichkeit in einem Ruheraum, die Füße in einem Relaxsessel hochzulegen oder eine kleine Verschnaufpause vor dem Fernseher einzulegen, die individuell genutzt werden können. Am Nachmittag machen wir dann oft einen Spaziergang, spielen Spiele oder genießen Kaffee und Kuchen, bevor es wieder nach Hause geht. Was unterscheidet Ihre Einrichtung von anderen? Wir sind bewusst klein und familiär. Das schafft Nähe und Vertrauen. Unser Team ist beständig, erfahren und liebevoll, wir verfügen über eine speziell ausgebildete Betreuungsfachkraft, die allein nur für die Alltagsgestaltung und Betreuung da ist – das spüren auch die Gäste. Zudem setzen wir auf Individualität: Jeder Mensch wird bei uns mit seiner Geschichte und seinen Bedürfnissen gesehen. Zudem haben wir die Möglichkeit in unserm voll ausgestatteten Bad, Gäste bei Bedarf zu duschen oder auch zu baden, denen dies zu Hause nicht möglich ist. Viele Angehörige stehen vor großen Herausforderungen. Wie kann die Tagespflege konkret entlasten? Tagespflege ist ein wichtiges Bindeglied zwischen häuslicher Pflege und stationären Einrichtungen. Angehörige wissen ihr Familienmitglied bei uns gut aufgehoben und können in dieser Zeit Kraft schöpfen, arbeiten gehen oder Termine wahrnehmen. Diese „freie Zeit“ ist für viele ein echter Gewinn – körperlich wie seelisch. Welche Bedeutung hat es für Sie, dass pflegende Angehörige Zeit für sich gewinnen? Sehr große! Viele Angehörige opfern sich regelrecht auf. Aber niemand kann auf Dauer geben, ohne auch selbst aufzutanken. Deshalb ist es wichtig, dass sie Unterstützung annehmen dürfen - ohne schlechtes Gewissen. Warum haben Sie sich für Niederstotzingen als Standort entschieden? Ich habe einen starken Bezug zur Region und wollte ganz bewusst etwas für die Menschen vor Ort schaffen. Niederstotzingen ist eine Stadt mit Herz - genau das braucht es auch für gute Pflege. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und mit Ihnen als Quartierskoordinatorin empfinde ich als sehr wertschätzend und hilfreich. Sie laden zu Schnuppertagen ein. Was erwartet Interessierte dabei? An unseren Schnuppertagen können Interessierte ganz unverbindlich reinschnuppern. Sie lernen unser Team, die Räume und den Tagesablauf kennen. Auch Angehörige sind herzlich willkommen. Wir möchten so Berührungsängste abbauen und zeigen, wie viel Lebensfreude Tagespflege schenken kann. Wo sehen Sie Ihre Einrichtung in fünf Jahren? Ich wünsche mir, dass wir weiterhin wachsen dürfen - mit Herz, Verstand und Qualität. Mein Wunsch ist es, dass Tagespflege in der öffentlichen Wahrnehmung noch mehr Anerkennung findet - als das, was sie ist: Ein wertvoller Beitrag für eine generationenfreundliche Stadt. Was möchten Sie den Bürgerinnen und Bürgern in Niederstotzingen abschließend mitgeben? Scheuen Sie sich nicht, Hilfe anzunehmen - weder für sich selbst noch für Angehörige. Pflege darf gemeinschaftlich gedacht werden. Unsere Tür steht immer offen, sei es für ein Gespräch, einen Schnuppertag oder einfach eine Tasse Kaffee. Wir freuen uns auf Sie!
Vielen Dank für das Gespräch, Frau Stenske! |
Weitere nützliche Informationen rund um das Angebot der Tagespflege erhalten Sie auf der Homepage www.seniorenzeit.org. Die entsprechende Broschüre erhalten Sie im Quartiersbüro, Rathaus oder beim Pflegestützpunkt Heidenheim.