Amtlicher Bericht
Bericht zur Sitzung des Gemeinderates am 20.05.2026
Erneuerung der Druckerhöhungsanlage (DEA) Im Lerchenbühl
Der Vorsitzende eröffnet den Tagesordnungspunkt zur Erneuerung der Druckerhöhungsanlage (DEA) im Lerchenbühl und erläutert die Ausgangslage. Die bestehende Anlage, Baujahr 1995, hat nach rund 30 Jahren Betriebszeit das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. Zur Sicherstellung einer dauerhaft zuverlässigen Trinkwasserversorgung wurde im Haushaltsplan 2026 ein entsprechender Planansatz gebildet. Bereits im Oktober 2025 wurde ein Fachplanungsbüro mit der Planung der Maßnahme beauftragt.
Die Erneuerung der Druckerhöhungsanlage ist als Kompaktanlage vorgesehen. Neben der maschinentechnischen Ausstattung wird auch die komplette Elektrotechnik erneuert. Zusätzlich ist vorge- sehen, das Dach des Gebäudes mit einer Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung auszustatten.
Die Planung wurde dem Technischen Ausschuss zur Vorberatung vorgelegt. Die dort vorgestellte Kostenberechnung beläuft sich auf rund 130.300 Euro brutto, zuzüglich Baunebenkosten. Der Technische Ausschuss empfahl daraufhin einstimmig, die Ausschreibung der Leistungen freizugeben. In der Märzsitzung 2026 beschloss der Gemeinderat die Ausschreibung zur Erneuerung der Druckerhöhungsanlage.
Die technische Ausrüstung der Druckerhöhungsanlage wurde im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung als funktionale Gesamteinheit ausgeschrieben. Ziel war es, die Maschinentechnik und die Elektrotechnik aus einer Hand zu beziehen, um Schnittstellenprobleme zwischen den Gewerken zu vermeiden. Insgesamt wurden fünf leistungsfähige Unternehmen mit einschlägiger Projekterfahrung angefragt. Vier Angebote gingen fristgerecht ein und wurden durch das beauftragte Ingenieurbüro geprüft und gewertet. Das wirtschaftlichste Angebot stammt von der Norbert Schütz GmbH & Co. KG aus Boos/Allgäu mit einer Angebotssumme von 125.503,85 Euro netto. Dieses liegt rund 15 Prozent über der Kostenberechnung. Das teuerste Angebot belief sich auf 189.615,58 Euro. Die Firma Norbert Schütz GmbH & Co. KG ist auf Komplettlösungen im Bereich der Versorgungs- und Anlagentechnik spezialisiert und verfügt über entsprechende Erfahrungen beim Bau von Druckerhöhungsanlagen vergleichbarer Größenordnung.
Die Photovoltaikanlage wurde als eigenständiges Gewerk im Rahmen einer freihändigen Vergabe ausgeschrieben. Hierzu wurden vier Unternehmen angefragt, von denen zwei Angebote eingingen. Das günstigste Angebot mit einer Angebotssumme von 6.214,60 Euro netto wurde von der Elektro Mörz GmbH aus Günzburg abgegeben.
Die Umsetzung der Maßnahme ist im laufenden Haushaltsjahr vorgesehen.
Der Gemeinderat beschließt einstimmig, die Vergabe der technischen Ausrüstung für die Erneuerung der Druckerhöhungsanlage im Lerchenbühl zum Angebotspreis von 125.503,85 Euro netto an die Norbert Schütz GmbH & Co. KG aus Boos/Allgäu zu vergeben. Ebenso wird die Lieferung und Montage der Photovoltaikanlage zum Angebotspreis von 6.214,60 Euro netto an die Elektro Mörz GmbH aus Günzburg vergeben.
Erneuerung Straßenbeleuchtung - Austausch der Coloradoleuchten
Der Vorsitzende eröffnet den Tagesordnungspunkt und erläutert die Zielsetzung der Maßnahme. Im Wohngebiet Lerchenbühl sollen die bestehenden Colorado-Leuchten durch moderne LED-Leuchten ersetzt werden.
Der Gemeinderat beschließt einstimmig die Vergabe an die Firma Elektro Mörz GmbH aus 89312 Günzburg zum Angebotspreis von 157.730,32 Euro (brutto).
Beschaffung eines GW-Logistik 2 für die Freiwillige Feuerwehr Niederstotzingen
- Vergabebeschluss
Der Vorsitzende eröffnet den Tagesordnungspunkt und begrüßt hierzu insbesondere den Feuerwehrkommandanten Herrn Matthias Rabe sowie die anwesenden Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Niederstotzingen. Er dankt dem Fahrzeugausschuss, der Kämmerei sowie allen weiteren Beteiligten für die umfangreichen Vorarbeiten und die fachliche Begleitung der Ausschreibung.
In seiner Einführung führt der Vorsitzende aus, dass der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung im Februar 2026 die Durchführung einer europaweiten Ausschreibung für die Beschaffung eines Gerätewagens (GW) Logistik 2 beschlossen habe. Die Gesamtkosten der Maßnahme seien seinerzeit mit rund 550.000 Euro brutto veran- schlagt und entsprechend im Haushaltsplan 2026 berücksichtigt worden. Zudem sei auf Grundlage der Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über Zuwendungen für das Feuerwehrwesen eine Förderung in Höhe von insgesamt 141.000 Euro beantragt und zwischenzeitlich auch bewilligt worden, bestehend aus einer Grundförderung in Höhe von 130.000 Euro sowie einer Zusatzförderung für die Beladung „Wasser“ in Höhe von 11.000 Euro.
Die Ausschreibung sei in zwei Lose gegliedert worden. Los 1 umfasse das Fahrgestell mit Fahrer- und Mannschaftsraum, den Kofferaufbau sowie unter anderem einen Lichtmast. Los 2 beinhalte die feuerwehrtechnische Beladung. Vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren erheblich gestiegenen Beschaffungskosten für Feuerwehrfahrzeuge habe man sich bewusst darauf konzentriert, bevorzugt Vorführfahrzeuge in die Ausschreibung einzubeziehen, um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.
Für die Bewertung der eingehenden Angebote seien jeweils Wertungsmatrizen erstellt worden, um eine objektive Angebotsauswertung vornehmen zu können. Die Angebotseröffnung habe am 17. April 2026 stattgefunden. Sowohl für Los 1 als auch für Los 2 seien jeweils zwei Angebote eingegangen.
Der Vorsitzende ergänzt, dass sich bei einer Vergabe der Lose wie vorgeschlagen Projektkosten in Höhe von insgesamt 559.753,06 Euro brutto ergeben würden. Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass der außer Betrieb genommene Mannschaftstransportwagen zwischenzeitlich über eine Auktion zu einem Preis von 8.800 Euro veräußert worden sei. Weiterhin wird ausgeführt, dass die Beschaffung der erforderlichen Rollcontainer aus Gründen der Systemkompatibilität, Einsatzlogistik und Wirtschaftlichkeit erst im Haushaltsjahr 2027 erfolgen solle.
Herr Stadtrat Kircher spricht für die BWI-Fraktion und signalisiert deren Unterstützung für die Beschaffung. Er schließt sich der Bewertung der eingegangenen Angebote durch die beteiligten Stellen an. Nach Auffassung seiner Fraktion ist die Feuerwehr insgesamt - auch unter Berücksichtigung der in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in Fahrzeuge und Ausstattung - für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Er geht daher nicht davon aus, dass kurz- bis mittelfristig größere Investitionen erforderlich sein werden und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die angespannte Haushaltslage.
Herr Stadtrat Hegele führt für den CDU-Wählerblock aus, dass der Angebotspreis zwar ein wesentliches, jedoch nicht das allein ausschlaggebende Bewertungskriterium darstelle. Vor diesem Hintergrund sei es folgerichtig gewesen, mit einer Wertungsmatrix zu arbeiten und die einzelnen Kriterien entsprechend zu gewichten. Maßgeblich sei aus seiner Sicht, dass das Vergabeverfahren möglichst reibungslos durchgeführt werde und potenzielle Einsprüche unterlegener Bieter vermieden werden könnten. Der Vorsitzende ergänzt, dass die Angebote auf Grundlage der Wertungsmatrix sowie der Ausschreibungsunterlagen sachlich und objektiv bewertet worden seien. Die zusätzlich eingeholten Referenzen bei anderen Feuerwehren hätten das Ergebnis der Angebotsauswertung lediglich bestätigt. Herr Hegele unterstütze im Namen seiner Fraktion die Vergabe sowie im Beschlussantrag formuliert.
Herr Stadtrat Däumling spricht für die SPD-Fraktion. Auch seine Fraktion folge den Beschlussanträgen. Für seine Fraktion sei insbesondere die Bewertung des Fahrzeugausschusses maßgeblich.
Nach Abschluss der Beratung fasst der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, den Auftrag für Los 1 (Fahrgestell und Aufbau) an die Firma Ziegler aus Rendsburg zum Angebotspreis von 476.697,01 Euro zu vergeben. Ebenfalls einstimmig beLos 2 (Beladung) an die Firma BTL Feuerwehrgerätetechnik aus Neresheim zum Angebotspreis von 83.056,05 Euro.
Der Gemeinderat hat über folgende Baugesuche beraten:
- Errichtung einer eingeschossigen Lagercontaineranlage mit 12 Containern auf dem Flurstück 330/3 in Niederstotzingen
- Neubau eines Einfamilienhauses mit 2 KFZ-Stellplätzen und 2 Fahrradstellplätzen auf dem Flurstück 62/1 in Oberstotzingen
Bekanntgaben und Anfragen
Glasfaserausbau durch die NetCom BW:
Zunächst wurde über den aktuellen Stand des Glasfaserausbaus informiert. Dabei wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei den genannten Terminen um eine momentane, unverbindliche Zeitplanung handelt, die von verschiedenen äußeren Faktoren abhängig ist und sich jederzeit ändern kann. Für den Stadtteil Niederstotzingen ist nach derzeitigem Stand vorgesehen, die Tiefbauarbeiten bis September 2026 abzuschließen. Die Montagearbeiten sollen bis Ende Oktober 2026 beendet sein, sodass die Anschlüsse voraussichtlich ab Ende Oktober 2026 technisch nutzbar sind. Mit dem Abschluss der Montagearbeiten sollen sämtliche angeschlossenen Adressen in Betrieb genommen werden können.
Für die Stadtteile Oberstotzingen und Stetten ist der Beginn der Tiefbauarbeiten aktuell für August 2026 geplant. Das Ende der Tiefbauarbeiten ist für Juli 2027 vorgesehen; die vollständige Verfügbarkeit aller Anschlüsse wird derzeit für Oktober 2027 erwartet. Ergänzend wurde darauf hingewiesen, dass witterungsbedingte Einflüsse, Herausforderungen im Tiefbau, die Leistungsfähigkeit der beauftragten Baufirmen sowie weitere externe Faktoren zu zeitlichen Verschiebungen führen können. Die NetCom BW stellte klar, dass es sich bei der dargestellten Planung um eine Momentaufnahme handelt.
Landesstraße L 1170 zwischen Niederstotzingen und Sontheim
Die Stadt Niederstotzingen wird sich gemeinsam mit der Gemeinde Sontheim an der Brenz an das Verkehrsministerium wenden, um auf den schlechten Straßenzustand hinzuweisen und um eine grundhafte Sanierung zu erbitten.
Gewerbegebiet „Am Asselfinger Weg“
Darüber hinaus wurde vom Vorsitzenden die Bauleitplanung für das Gewerbegebiet „Am Asselfinger Weg“ thematisiert. In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass die Fragestellung einer Wasserhaushaltsbilanz geklärt ist und es keine gesetzliche Grundlage gibt, diese verbindlich von den Kommunen einzufordern. Die weitere zeitliche Vorgehensweise befindet sich derzeit in Abstimmung.
Des Weiteren wurde auf bevorstehende Veranstaltungen hingewiesen:
- Am 19. Juni 2026 wir die Öffentlichkeit in den naturnahen Kindergarten am Vogelherd eingeladen.
- Für den 16. Oktober 2026 ist zudem eine Veranstaltung zur Entwicklung des Quartiersmanagements in der Stadt Niederstotzingen geplant, das als Übertra- gungsmodell für andere Städte und Gemeinden im Landkreis Heidenheim dienen soll.
Anfragen
Unter dem Punkt Anfragen wurde eine Anfrage von Herrn Wetzler zur Einrichtung einer Sitzgelegenheit an der Bushaltestelle in Stetten behandelt. Der Bürgermeister teilte hierzu mit, dass die Maßnahme bereits beauftragt wurde.