Stadtnachricht

Eichenprozessionsspinner


Der Eichenprozessionsspinner hat sich inzwischen deutschlandweit auf dem Land, im Wald und in der Stadt verbreitet. Er bevorzugt warmtrockene Regionen, d.h. lichte Eichenwälder, Waldränder, Alleen und Einzelbäume, meist an der Südseite der Bäume im obersten Kronenbereich.

Erkennen und Handeln:
Das Insekt durchläuft sechs Larvenstadien als Raupe, bis es sich im Sommer verpuppt. Bereits im Herbst entwickeln sich die kleinen Eiraupen und schlüpfen dann ab April. Ab dem 3. Larvenstadium entwickeln sie die mit Widerhaken versehenen Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumetopein und sind dann für Mensch und Tier sehr gefährlich. Am Ende des sechsten Larvenstadiums erreichen die Raupen eine Körperlänge bis zu vier Zentimeter.

Die alten Larvenhäute bleiben nach jeder Häutung in den Nestern am Baum oder am Boden. Von den dort verbliebenen Härchen kann noch jahrelang eine Gefährdung ausgehen. Die Raupen bilden oft meterlange Nester, leben gesellig und ziehen in langen Reihen umher.

Bekämpfung:
Für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinner ist der Baumeigentümer verantwortlich. Jedoch werden hierfür spezia- lisierte Fachleute aus den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Baumpflege, Forst und Schädlingsbekämpfung beauftragt.

Tipps für den Schutz:
Generell dürfen Raupen und ihre Nester nicht berührt werden, denn diese können schwere allergieähnliche Reaktionen auslösen. Lehnen Sie sich daher nicht gegen Eichenbäume und achten Sie darauf, im Wald auf den Wegen zu bleiben. Schon bei Verdacht eines Gifthaarkontakts können folgende Maßnahmen helfen:

• Kleidung umgehend im Freien (!) wechseln, Schuhe nass reinigen
• Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen
• Sichtbare Raupenhaare mit einem Klebstreifen entfernen
• Gründliches Duschbad mit Haarreinigung und Augenspülung mit Wasser
• Betroffene Gegenstände, wie das Auto, waschen, saugen und feucht reinigen
• Hunde baden
• Bei Hautreaktionen sollte der Hausarzt aufgesucht werden; bei Atemnot sofort den Rettungsdienst alarmieren.