Stadtnachricht

Bürgerversammlung vom 14.04.2015


Vorbemerkung: 
Zwischen 18:30 Uhr und 19:30 Uhr nutzten rund 50 Personen die Gelegenheit, sich anhand  der an Stellwänden ausgehängten Pläne und den beigefügten schriftlichen Unterlagen der Planer über die Planungsinhalte zu informieren.
Zu Beginn der Tagesordnungspunkte waren 120 Einwohnerinnen und Einwohner anwesend.
 
Tagesordnungspunkt 1:
Einführung zum Thema Bebauung „Südlicher Bürgerpark“ durch den Bürgermeister
 
Anhand einer PowerPoint-Präsentation erläuterte der Bürgermeister, dass als Zielgröße für aktuelle Planungen bei Baugebieten der Stadt mehr als 45 Einwohner je Hektar Grundstücksfläche als Bruttofläche zu Grunde zu legen seien und der Bürgermeister erläuterte an den Beispielen „Westlich Sieleräcker  II“ und „Lerchenbühl II“, dass die Stadt trotz ursprünglicher Planungsvorgabe und auch ursprünglichen Inhalten der rechtskräftigen Bebauungspläne diese Zielgröße bisher deutlich verfehlt hat.
 
Andererseits ist die Durchgrünung der Baugebiete und die Reduzierung der Verkehrsflächenanteile in den vergangenen Jahrzehnten deutlich positiv erfolgt. Der Bürgermeister erläuterte dazu, dass derzeit die Zahl der Bauplatzinteressenten sehr hoch ist und die Zahl der zur Verfügung stehenden Bauplätze aufgrund der raschen Vergabe und der verringerten Anzahl der Bauplätze im Baugebiet „Lerchenbühl II“ sehr begrenzt ist. Er wies auch auf die gescheiterten Grundstücksverhandlungen „Höhe Südlicher Teil“ und schwierigen Grundstücksverhandlungen in alternativen Gebieten hin. Insoweit ist für den Bürgermeister eine positive Fortentwicklung der Stadt im Fokus und insbesondere eine Bebauung im Bereich des Bürgerparks mit seinen immer mehr verfallenden Gebäuden und seiner schlechten Baumsubstanz bzw. dessen unzureichender Pflegezustand, wäre eine Möglichkeit einer raschen Umsetzung in zentraler Lage.
 
 
Tagesordnungspunkt  2:
Vorstellung der Entwürfe durch die jeweiligen Planverfasser
(Ingenieurbüro Degen und Partner, G+H Ingenieurteam GmbH, Ingenieurbüro Gall)

 
Die drei Planungsbüros in der Reihenfolge Degen, G+H und Gall erläuterten noch einmal ihre Planungsgrundsätze, wobei jeder Planer ca. 15 Minuten Zeit aufwendete.
 
Im zentralen Ansatz von Herrn Degen wurde die Fußweggestaltung und insbesondere die unterschiedlichen Haustypen mit den zentralen Garagenhöfen erläutert und er sprach auch öffentlich den Dank an die Firma Hördler, Oberstotzingen aus, die ihm zusätzlich ein Modell dieses Gebietes erstellt hat.
 
Herr Häußler stellte seine Planung unter dem Motto „Wohnen am Park“ vor und hob die Bauplatzgröße von 500 - 550 m² hervor. Wichtig ist für ihn auch, dass er den Ansatz verfolgt, den Grünausgleich im künftigen Wohngebiet zu erreichen und dass ihm der Platz beim Lonido erhaltenswert, aber überarbeitungsnotwendig erscheint. Er schlägt hierbei insgesamt die Bebauung vergleichbar dem Baugebiet „Lerchenbühl II“ in seinen Festsetzungen vor.
 
Herr Gall stellte seine Ausführungen unter dem Titel „Neuer Bürgerpark“ vor und hob dabei insbesondere auf den hohen Grünanteil und öffentlichen Grünflächenanteil ab. Insbesondere die Verbindung der Außenbereiche der Schule hinein in das künftige Baugebiet erschien ihm wichtig, um möglichst viel „Bürgerparkfläche“ zu erhalten.
 
 
Tagesordnungspunkt  3:
Aussprache zur geplanten Bebauung

 
In der Aussprache kamen mehrere Bürger aus der Hohenzollernstraße zu Wort, wobei insbesondere die Frage des Einflusses des neuen Baugebiets auf die Wertigkeit der bestehenden Gebäude und insbesondere auch die Tatsache, dass mancher Grundstückseigentümer bewusst die Nähe zum Bürgerpark als Wohnstandort gesucht hat, in den Fokus gestellt wurde. Probleme hinsichtlich der künftigen Verkehrsführung und den damit verbundenen Emissionen wurden genauso hinterfragt, wie die Frage der künftigen Grünanteile und der Lage dieser Flächen, sowie die Fußwegführung.
 
Unterschiedlich wurde die Frage diskutiert, ob nicht durch eine gemischte Wohnbebauung eine Verbesserung der Gesamtsituation in diesem Bereich erreicht wird, wobei durch eine Anliegerin aus der Hohenzollernstraße die bisherige Lärm- oder Müllproblematik als wenig bedeutsam und wenig belastend gekennzeichnet wurde.
 
Der Bürgermeister erläuterte abschließend, dass das geplante Bebauungsplanverfahren und auch die Entscheidungen des Gemeinderats öffentlich und damit transparent getroffen werden und dass auch während des weiteren Verfahrens auch sämtliche bürgerschaftlichen Beteiligungsmöglichkeiten gegeben sein werden.
 
Persönlich führte der Bürgermeister aus, dass aus seiner Sicht, gerade auch nach dieser Bürgerversammlung und auch nach der Durchsicht der eingereichten Ergebnisse zur Mehrfachbeauftragung, eine Umnutzung der bisherigen Gemeinbedarfsfläche „Bürgerpark“ in eine gemischte Wohnnutzungsfläche, unter Abwägung der verschiedenen Belange als machbare Lösung anzusehen ist.
 
Der Gemeinderat wird in seiner Gemeinderatssitzung am 21. April diesen Jahres über den weiteren Fortgang des Verfahrens und gegebenenfalls die Auswahl des Planungsbüros für dieses Bebauungsplanverfahren mit anschließender Erschließung entscheiden.
 
Mit dem Dank an die erschienenen Einwohnerinnen und Einwohner  für ihre Beteiligung an der Diskussion zu diesem Thema schloss der Bürgermeister die Veranstaltung.