Gebäude früher und heute

Gasthaus Krone

Das im Zentrum von Niederstotzingen mit dem Giebel zur Straße hin weißende zweigeschossige Gebäude wurde 1847 vom damaligen Kronenwirt erbaut.
Im Jahr 1906 wurde das Anwesen in der gräflichen Familie Maldeghem erworben.
Über den beiden Geschossen, befindet sich ein in Fachwerk gehaltener Giebel. Ein gusseisernes Schild mit der Aufschrift „Zur Krone“ aus dem 19. Jahrhundert hängt über der Außentreppe zum Eingang. Seit dieser Zeit hat das Gasthaus seine ursprüngliche Erscheinung bewahrt.
Seit dem Jahr 1929 wird das Gasthaus von der Familie Däumling betrieben.

Pfarrhaus - Rathaus

Der heute an der östlichen Seite des Rathauses befindliche zweigeschossige Fachwerkbau wurde 1772 als evangelisches Pfarrhaus erbaut. Die Räume dienten damals Ökonomiezwecken. Im Oktober 1971 wurde das Gebäude von der Gemeinde Niederstotzingen übernommen. Im Jahr 1985 wurde auf dem Martkplatz Niederstotzingen das heutige Rathaus errichtet und mit dem ehemaligen Pfarrhaus verbunden. Das Erscheinungsbild des Fachwerkbaues konnte bis in die heutige Zeit bewahrt werden. Im Obergeschoss des „ehemaligen Pfarrhauses“ befinden sich heute Büroräume der Verwaltung während das Untergeschoss vermietet ist.

Schulhaus Große Gasse - Musikerheim

Im Jahr 1906 wurde von der Gemeinde Niederstotzingen ein Bauernhof an der Großen Gasse aufgekauft um dort ein neues Schulhaus und Lehrerwohnhaus zu errichten.
Das Gebäude wurde in zwei Hälften aufgeteilt und mit zwei Eingangstüren versehen, so dass ein getrennter Unterricht nach Konfessionen stattfinden konnte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stiegen die Schülerzahlen erheblich an, so dass der Neubau eines Schulhauses notwendig wurde.
Das leerstehende und baufällig gewordene Schulhaus hat die Stadt Niederstotzingen im Jahr 1986 dem Musikverein Stadtkapelle Niederstotzingen übergeben. Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten wird das Gebäude nun seit dem Jahr 1989 vom Musikverein als Musikerheim genutzt.

Freihaus

Das Gebäude an der Großen Gasse war im Besitz des Klosters in Königsbronn und wurde als Falllehen vergeben. Nach dem Tod des Bauerns konnte der Abt des Klosters den Hof einem anderen Bauern übergeben.
Als das Kloster Königsbronn bei der Reformation 1555 zerstört und aufgelöst wurde fiel der Hof an die Krone Württembergs. Heinrich von Stain erhielt den Hof als Geschenk vom König von Württemberg. Nach der Reformation wurde der evanglische Teil des Ortes noch weiter geteilt und wurde Herrensitz des freihausischen Ortsteils. Nach verschiedenen Besitzerwechseln innerhalb der Familie von Stain wurde das Gebäude an die Grafen von Maldeghem aus Brüssel vererbt.
Das Freihaus wurde unter anderem als Wohnung des katholischen Pfarrers, als Kirchenraum für evangelische Christen und später als Wohnung und Praxis des Arztes und der Hebamme genutzt. Im Jahr 1976 wurde das Anwesen dann verkauft ist und seitdem in Privatbesitz einer Familie.