Marktrecht Niederstotzingen

Weitere Informationen zur Marktgeschichte Niederstotzingen

Märkte

In der heutigen Zeit haben wir das Privileg Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs durch einen einfachen Gang in einen Supermarkt und bei einer Vielzahl von Einzelhändlern in unmittelbarer Umgebung einkaufen zu können. Einkaufsmöglich-keiten in zentraler Lage, kurze Wege oder sogar das Einkaufen per Mausklick im Internet - auf Wunsch 24 Stunden rund um die Uhr – sind in der heutigen Zeit problemlos möglich.

Im Mittelalter war es für die Bewohner noch notwendig über den Tausch und den Handel von Waren untereinander den Lebensunterhalt zu sichern und die Familie, oft unter den schwierigsten Bedingungen - die wir uns heute nicht mehr vorstellen können -  zu ernähren. Das Vertreiben von spezifischen Waren unter freiem Himmel spielte für das Leben der Bewohner schon immer eine zentrale Rolle. Märkte dienten nicht nur zum Warenaustausch zwischen den Bewohnern, sondern waren wichtiger Teil vom gesellschaftlichen Leben und Marktplätze waren die zentralen Anlaufstellen eines jeden Ortes.

Das Recht, einen Markt abzuhalten (Marktrecht) war im Mittelalter für die städtische Entwicklung entscheidend und galt als erste Stufe zum Stadtrecht.

Geschichtlich ist belegt, dass Niederstotzingen eine lange Markttradition vorweisen kann.
Bereits am 16.11.1430 erteilte Kaiser Sigismund den Herren Peter und Eberhardt von Leimberg das Recht, einen Wochenmarkt am Mittwoch abhalten zu dürfen.

Bis zur heutigen Zeit verfügt die Stadt Niederstotzingen über eine lange Markttraditon. Von Schmuck und Textilien, Süßigkeiten und weiteren vielfältigen Angeboten bei den tradtionellen Krämermärkten „Georgi“ und „Martini“ im Bereich „Im Städtle“, bis auf einen kleinen Markt zur Adventszeit unter dem Glanz des festlich beleuchteten Marktplatzes, und dem von Besuchern aus näherer und weiterer Umgebung als eines der Höhepunkte im Jahr angesehenen Rosenmarkts im Juni, ist für jeden Besucher etwas dabei.